Sozialgeschichte des 19. Jhrdts. & fruehes 20. Jhrdts.

3.130 Titel mit ca. 385.000 Seiten

Unsere seltenen Titel zur deutschen Sozialgeschichte mit insgesamt ca. 3.130 Titel umfassen unsere Titel - Sammlungen zum Thema Proletarische Frauenbewegung sowie die Titel unserer Sammlungen der Bibliothek Stein.

Unsere Sammlung zum Thema Proletarische Frauenbewegung mit ca 85.000 Seiten ist in Sektionen untergliedert und nur komplett in 1.044 ebook-Titeln erwerbbar; unsere WEBpage "Proletarische Frauenbewegung" enthaelt weitere Informationen.

Unsere Sammlung Bibliothek Stein, Sozialgeschichte im 19. & 20. Jhrdt., umfasst ca 300.000 Seiten, welche fachwissenschaftlich zugeordnet sind. Die Sammlung mit 2.190 Mikrofiches-Titeln ist nur komplett erwerbbar. Wir haben diese Titel vier inhaltlichen Sektionen wie folgt zugeordnet:

Politische Geschichte (447 Titel), siehe WEBpage "Geschichte" / "Politik 19. & 20. Jhrdt."

Sozialismus, Wirtschaftspolitik (302 Titel), siehe WEBpage "Bibliothek Stein (1)";

Arbeiterbewegung / Primärtexte (951 Titel) sowie Arbeiterbewegung / Sekundärtexte (490 Titel), siehe WEBpage "Bibliothek Stein (2)".

Der Kampf der Arbeiter wie auch jener der Proletarischen Frauenrechtlerinnen war von Anfang an auch eine "Stellvertreter"- Auseinandersetzung: historisch ging es de facto alsbald um die Schaffung einer anderen Gesellschaftsstrukur als der traditionellen, buergerlichen Gesellschaft, diese galt es zu ueberwinden. Im "Kommunistischen Manifest" von Marx und Engels (im Jahre 1848 in London veroeffentlicht) entgegnen die Autoren den Kritikern ihrer im Kommunismus innewohnnenden Beschreibungen bzgl. der sog. "Weibergemeinschaft", dass es im herrschenden Buergertum doch eigentlich die "Weibergemeinschaft" schon immer gab, weil Maenner Frauen und Maedchen verfuehr(t)en. Diese "verborgene" und verleugnete "Weibergemeinschaft" sei also schon im Buergertum / Kapitalismus innewohnend, allerdings einseitig im Abhaengigkeitsverhaeltnis Frau zu Mann. Diesen Zustand galt es zu aendern, diese "buergerliche Heuchlerei" also abzustellen.

Dies war / ist ein innewohnendes Ziel des Sozialismus bzw. Kommunismus, oder wie auch immer die jeweilige Bewegungen bzw. deren Splitter-Parteien in ihren nationalen Praegungen je unterschiedlicher Zeitspanne heissen sollten.

Welche Strategie in solchem Kampf gelten soll, also ob zuerst die Geschlechter-Ungleichheit abgeschafft werden soll und dann erst die Abhaengigkeit der "Werktaetigen" (des Arbeiters) vom "Arbeitgeber" (Kapitalisten) oder eben vice versa, soll hier der Vollstaendigkeit halber erwahnt werden.

Allerdings, zu totalitaer bzw. moerderisch waren Sozialismus- bzw. Kommunismus - Systeme in deren politischen Umsetzungen in die reale Welt. Gemaess dem "Schwarzbuch des Kommunismus" (Stephane Courtois, Larousse, Paris, 2007 / in deutscher Uebersetzung, Piper, Muenchen, 2010) wurden im Laufe der kommunistisch / sozialistischen Jahrzehnte ca. 100 Millionen Menschen verschleppt bzw. getoetet. So kann man heute - nur beispielhaft erwaehnt - an manchem Bahnhof der Bahnstrecke von Klaipeda (Memel) in Richtung der Hauptstadt Vilnius in Litauen auf nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes im Jahre 1991 angebrachten Gedenktafeln lesen, wieviele Menschen in einem zitierten Jahr der vormaligen kommunistischen Herrschaft, von jenem speziellen Bahnhof zwangsweise per Eisenbahn in Viehwaggons "abtransportiert" wurden und in aller Regel nicht mehr lebend zurueckkehrten. Zuvor hat die kommunistische Partei bzw. ihre Handlanger diesen Menschen ihren Eigentum (Land, Haus, usw.) im Sinne der kommunistischen Ideologie weggenommen - also gestohlen - bevor man die so Gedemuetigten auf jenen Bahnhoefen zusammentrieb, in Viehwaggons pferchte und nach Sibirien usw. deportierte.

Alexander Solschenizin hat solche Deportationen in Russland und andere Greueltaten "im Namen der kommunistischen Partei der UDSSR", in seinem bahnbrechenden Werk im Jahre 1973 - Archipel Gulag (Nobelpreis fuer Literatur) - fuer die Zeit des Stalinismus und danach, deutlich beschrieben.

Bis heute gibt es seiten Russlands bzw.seiten der Russischen Regierung keine inhaltliche Auseinandersetzung oder gar Aufarbeitung dieser moerderischen Jahrzehnte, welche mit der Ermordung der Familie der Romanovs begann und sich ueber Lenin - und vor allem Stalin - zu einen moerderischen Blutrausch entwickelte mit Millionen unschuldiger Opfer.

In der ehemaligen sowjetisch besetzten Zone (spaeter als DDR bekannt), benannte man solche Zwangs-Enteignungen von Land-Eigentuemern mit - zuerst - mehr als 100 Hektar Land-Eigentum zynisch mit dem Spruch "Von Junkerhand in Bauernhand". Im Laufe der Zeit wurde dann diese "100 Hektar Land-Eigentum" - Schwelle immer weiter herabgesetzt.

Im uebigen wandten die Deutschen solch Daumenschrauben-Drehen auch in den NAZI-Jahren 1933 - 1945 an, um Enteignungen der juedischen Mitbuerger voranzutreiben.

Aber immerhin - und dies ist ein wesentlicher Unterschied zur Russsichen Regierung - haben Deutsche Nachkriegs-Regierungen die NAZI-Zeit - wenn auch spaet - begonnen aufzuarbeiten und sich zu entschuldigen bei den damaligen Opfern.

Diese Taten gesellschaftlich-politischer Ideolgie-Verblendung sind neben dem National-Sozialismus sicherlich die moerderischsten Greueltaten der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Jean Paul Sartre oder Noan Chomsky bzw. andere Linke in Frankreich und USA (aber nicht nur in diesen zwei Laendern) taten / tun sich natuerlich schwer, diese Greuel und Morde im Nahmen des Sozialismus / Kommunismus anzuerkennen bzw. taten es niemals. Gerne wird argumentiert, dass die "Umsetzung" der Theorie eben "nicht gut gelang" und dass die "Marxsche Theorie im Prinzip gut sei" - also lag es "nur" an der "Umsetzung" bzw. "Durchfuehrung" jenes Theoriegebildes, so jedenfalls lautet eine Begruendung. Oder schlimmer noch: es wird sogar ein Bezug mit den millonenhaften NAZI-Verbrechen einschliesslich Holocost als Vergleich herangezogen: wie koennen aber millionenhafte Morde im Namen des Sozialimus / Kommunismus durch millionenhafte Mord-Greuel der nationalsozialistchen Schergen quasi relativiert werden ?

Mit anderen Worten: um erst kein Missverstaendnis aufkommen zu lassen, unsere Sammlungen dienen nicht zur verklaerten bzw. nostalgischen Sichtweise des Sozialismus bzw. Kommunismus, oder wie auch immer diese "Bewegungen" in all ihren Wort-Facetten ueber die Jahre hinweg benannt und wieder und wieder abgeaendert wurden.

Unsere seltenen Titel sollen und koennen Anfaenge der Sozialgeschichte aufzeigen - sozusagen belegen wie es begann mit der Inflation an Worten zum Thema "Sozial". Und vor allem wie es begann, mit den ausufernden Kosten zum Thema 'Sozial', welche heute und zukuenftig kaum noch zu finanzieren sind.

Heute wird allerdings kein vernuenftiger Mensch dem berechtigen Kampf der Arbeiter in den Fabrikhallen oder dem berechtigten Kampf der Hausmaedchen des 19. / 20. Jahrhunderts eine Berechtigung absprechen.Unsere Titel koennen daher wissenschaftlichen Forschungen im Bereich von Geschichte, Wirtschaftskunde (Oekonomie), Sozialkunde, Gesellschaftskunde (Soziologie), Politik, Parteien-Geschichte, Arbeiterbewegung, Frauenbewegungen, Regionale und Kulturelle Studien usw. dienen - ganz im Sinne unserer Devise "Discover Past Times - understand Present Times".

Copyright © 2018 - 2019 BELSER WISSENSCHAFTLICHER DIENST Ltd.,

all rights reserved