Frauenkloster-Bibliothek                                                                                  mit Quellen, gedruckt in den Jahren 1518 bis 1830

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1.886 Titel

700.000 Seiten

neu publiziert in 4.159 ebooks.

Die Benediktinerinnen Abtei St. Walburg besitzt eine ueber Jahrhunderte bewahrte,  historisch bedeutsame und nicht zerstoerte Frauenkloster-Bibliothek, was im deutschsprachigen Raum einzigartig ist.

Und einmalig ist, dass mittlerweile diese Titel elektronisch katalogisiert sind, einen Katalog des historischen Buchbestandes vor 1900 gab es im Kloster nicht. 

Spaetestens mit der Saekularisation (1804 ff.) wurden von den Epigonen der "Aufklaerung" viele Kloster-Bibliotheken aufgeloest bzw. zerstoert: Bibliotheks-Bestaende der Maennerkloester wurden in Staatliche Bibliotheken "zur Sicheheit verbracht" - so lautete eine Beschreibung dieser damaligen Vorgaenge. Dadurch koennte u. a. der Zuwachs des weltweit groessten Bestandes mit ca. 18.000 Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek Muenchen zustande gekommen sein. Oder auch der umfangreiche Bestands-Zuwachs an Bibeln in der Wuerttembergischen Landesbibliothek Stuttgart waere so zu beschreiben.

Viel schlimmer erging es jedoch Frauenkloster-Bibliotheken: denn sollten jene gluecklicherweise den Dreissigjaehrigen Krieg (1618 - 1648) ueberstanden haben, so wurde von den Ereiferern der "Aufklaerung" begonnen - spaetestens in der Saekularisation - Frauenkloster-Bibliotheks-Bestaende als “schaedlich” einzustufen, um dadurch diese Bestaende zumeist unwiderbringlich zu vernichten.

Die Bibliothek der Benediktinerinnen Abtei St. Walburg wurde durch glueckliche Umstaende von solch schrecklichem Schicksal verschont, uebrigens auch, weil nach der Saekularisation die Abtei vom damaligen Koenig zum “Aussterbekloster” erklaert wurde. Dies bedeutete, dass die damaligen Klosterfrauen "bis zu ihrem Tode" im Kloster verbleiben durften.

Im Jahre 1837 wurde diese Abtei jedoch wieder "eingesetzt", der Fortbestand des Kloster war dadurch gesichert und somit auch diese seltene Klosterfrauen-Bibliothek mit ihren historischen Buch-Bestaenden.

Viele der Original-Baende zeigen Widmungen und gedruckte Exlibris, welche die Herkunft des Originals und dadurch auch dessen Weg in diese Klosterbibliothek aufzeigen koennen. So waren beispielsweise einige Bendediktiner-Moenche des Klosters St. Emmeram zu Regensburg, Beichtvaeter der Klosterfrauen, insgesamt gehen fast 600 Baende auf diese St. Emmeramer Herkunft zurueck. Wir haben solch handschriftliche Widmungen im "Vorsatz"-Papier der Originale mit publiziert.

Auch der Einfluss von Jesuiten in dieser Bibliothek ist erstaunlich gross, der Bestand an Erbaunungsliteratur kann durchaus als "Jesuitische Erbaungsliteratur" bezeichnet werden.

Vom gesamten historischen Bibliotheksbestand des fruehen 16. Jhrdt. bis zum fruehen 19. Jahrhundert sind ca. 10% der Titel in Lateinischer Sprache gedruckt, die Mehrheit der Titel sind hingegen in Deutscher Sprache gedruckt. Jedoch ist eine grosse Zahl der Originale in Italienischer, Portugisischer, Spanischer und Franzoesischer Sprache, zeitnah fuer die deutschen Publikationen in die Deutsche Sprache uebersetzt worden. Dies zeigt uebrigens auch einen regen kulturellen Austausch zwischen den damaligen Laendern in Europa - beispielsweise waehrend der Barock-Zeit.

Mit unserer kompletten Edition St. Walburg und den Inhalten von ca. 3.500 'physischen' Buechern auf ca. 700.000 Seiten, liegt erstmals ein repraesentatives Abbild des historischen Bibliotheks-Bestandes der Klosterfrauen-Bibliothek der Abtei St Walburg vor. Auf diesen Bestand hatte die Saekularisation keinen zerstoererischen Einfluss. Somit ist dies die einzigste unversehrte Bendiktinerinnen-Bibliothek im deutschsprachigen Raum, deren Bestaende darueberhinaus auch elektronisch katalogisiert sind.

Die Auswahlkriterien der Originale fuer die Edition St. Walburg waren die Seltenheit der Werke, ihr 'physischer' Erhaltungszustand (einen Eingriff in die 'physische' Substanz des Originals wurde von uns nicht vorgenommen). Und - falls vorhanden - wurde Erstausgaben Vorrang vor spaeteren Ausgaben gegeben.

Um der schwierigen Aufgabe fachwissenschaftlicher Sach-Einordnung solch historischer Theologie- / Religions- Quellen aus vergangenen Jahrhunderten adaequat gerecht zu werden, wurde die "Regensburger Systematik" als dafuer geeignet angesehen und eingesetzt. Dieses "Sachregister zur Systematik Theologie" wurde an der Universitaetsbibliothek Regensburg entwickelt.

Die ebooks wurden mit dem Text der zugrundeliegenden alten Buecher als digital verbesserte Faksimile - Seiten komplett neu produziert, von uns entsprechend aufgearbeitet und neu publiziert. Dabei wurde die Original-Typographie, das Original-Layout bzw. der Satzspiegel, ja sogar eventuelle "Satzfehler" im Text des Originals sowie eventuell vorhandene handschrifliche Notizen mit uebernommen. Je ebook kann dabei ueber manuelle und je Werk individuell eingearbeitete, elektronische Lesezeichen auf einzelne Texte, spezifische Seiten, einzelne Abschnitte usw. nutzerfreundlich  zugegriffen werden, und ggfalls auf ein Original - Inhaltsverzeichnis (falls vorhanden).

Die Ziele mit dieser Edition waren, den Wert und Charakter dieser Bestands-Quellen einer historischen Frauenkloster-Bibliothek dokumentarisch zu erschliessen und fuer wissenschaftlich Interessierte zu veroeffentlichen. Ferner um die Klosterfrauen zu unterstuetzen, in ihrer Bibliothek eine haeufige "physische" Benutzung der Originale zu minimieren (Preservation), einen oeffentlichen Zugriff zur Bibliothek gab bzw. gibt es ja sowieso nicht. Diese Ziele wurden mit dem Erscheinen der Edition St. Walburg erreicht.

Fuer weitere Information zu Sammlungen bzw. Sektionen und Mengen-Angaben der Edition St. Walburg, klicken Sie bitte auf die zwei Seiten "Spiritualitaet 16.-19 J." bzw. "Religion / Theologie 16.-19 J.".

Anmerkung: Unsere Wortwahl Autoren haben wir der fluessigen Lesbarkeit so gewaehlt, selbstverstaendlich umfasst unsere Definition auch die Wortwahl Autorinnen: so sind z. B. von den mittelalterlichen Autorinnen in unseren Sammlungen am haeufigsten vertreten die Hl. Gerdtrud von Helfta, die Hl. Theresa von Avila (uebrigens die am haeufigsten vertretene Autorin in der Sammlung) sowie die Hl. Mechthild von Hackeborn, alle zaehlten seinerzeit offenbar zu Lieblings-Autorinnen der Klosterfrauen zu St. Walburg.

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